Google richtet seine Ranking-Systeme immer stärker darauf aus, Nutzern hilfreiche und vertrauenswürdige Inhalte zu liefern. Aber was heißt “hilfreich” eigentlich?
Google machte im vergangenen Jahr ernst mit seiner Ankündigung, massenhaft erstellten KI-Spam aus dem Index zu werfen. Mit dem Core Update vom März 2024 wurde das bisherige “Helpful Content” Update Teil des Kern-Algorithmus. Außerdem wurde mit dem Spam Update März 2024 Content aus den Suchergebnissen entfernt, der massenhaft mit Hilfe von ChatGPT und anderen KI-Tools für Suchmaschinen erstellt wurde und für Menschen keinen Mehrwert darstellt, weil bloß Allgemeinwissen zusammengefasst wird.
Googles “Übersichten mit KI” nun auch in Deutschland
Zudem zeigt Google seit Ende März KI Übersichten als Suchergebnisse an und beantwortet viele Fragen direkt und ohne Klick auf Webseiten.
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- Monitoring & Reporting – Regelmäßige Analyse von Technik & Performance
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Das heißt, SEO wird sich 2025 massiv ändern. Einfache Antworten reichen nicht mehr aus, um über Google Klicks und Reichweite zu erzielen. Es braucht eine völlig neue Content Strategie, um weiterhin über Google gefunden zu werden.
Inhaltliche Tiefe und Qualität bleibt auch künftig gefragt
Google bevorzugt auch weiterhin inhaltliche Qualität und das heißt: Inhalte, die für Menschen nützlich und hilfreich sind – und einen Mehrwert bieten. Fragen, die mit einem Satz beantwortet werden können, wird Google künftig selbst beantworten. Dazu braucht es keine Webseiten mehr.
Wer sich gegen Millionen anderer Webseiten durchsetzen und auf den vorderen Plätzen der Suchergebnisse stehen will, muss sich deshalb besonders viel Mühe bei der Produktion der Inhalte geben und etwas anbieten, dass sich von der Masse abhebt und nicht auf die Schnelle beantwortet werden kann. Und das man nicht genauso auch bei ChatGPT bekommen kann. Komplexe Inhalte können KI-Tools nicht liefern. Hier sind weiterhin Experten gefragt, die über Fachwissen verfügen.
Die folgende Checkliste soll dabei helfen, Inhalte zu erstellen, die nützlich sind und auch künftig noch gefunden werden.
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SEO-Checkliste für hilfreichen Content
◻︎ Inhaltsqualität und Originalität: Stelle sicher, dass deine Inhalte neuartige Informationen, eigenständige Berichte, Forschungsergebnisse oder Analysen bieten, die über das bereits Bekannte hinausgehen. Niemand braucht heute noch ein zweites Wikipedia.
◻︎ Vollständigkeit: Überprüfe, ob die Inhalte eine wesentliche, vollständige oder umfassende Beschreibung des Themas bieten und tiefgehende Einsichten oder Analysen enthalten. Überlasse Themen, bei denen du dich nicht sehr gut auskennst lieber anderen.
◻︎ Referenzierung externer Quellen: Achte darauf, dass bei Bedarf externe Quellen sauber referenziert werden, wobei neue Informationen hinzugefügt und nicht nur Inhalte kopiert oder umgeschrieben werden. Nur korrekte Quellenangaben können Fakten untermauern.
◻︎ Überschrift und Titel: Die Hauptüberschrift oder der Seitentitel sollte eine genaue und hilfreiche Zusammenfassung des Inhalts bieten, ohne zu sensationalisieren. Achte außerdem darauf, dass das Keyword, für das du gefunden werden möchtest (und sich über SEO-Tools recherchieren lässt) im Title und der H1 Überschrift steht.
◻︎ Empfehlungswürdigkeit: Frage dich, ob du den Inhalt bookmarken, mit Freunden teilen oder empfehlen würdest und ob er in gedruckten Qualitätsmedien Erwähnung finden könnte.
◻︎ Mehrwert gegenüber Konkurrenz: Dein Inhalt sollte einen erkennbaren Mehrwert bieten im Vergleich zu anderen Seiten, die in Suchergebnissen auftauchen.
◻︎ Rechtschreibung und Lesbarkeit: Prüfe auf Rechtschreibfehler oder stilistische Mängel. Denke daran, dass Menschen online und am Smartphone Texte meistens nur schnell überfliegen und schreibe möglichst einfach und in kurzen Sätzen.
◻︎ Vermeidung von Massenproduktion: Vermeide oberflächliche Inhalte, die aus Massenproduktion, also von Textbrokern oder ChatGPT stammen und wenig kreative Eigenleistung von Autoren beinhalten.
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◻︎ Vertrauenswürdigkeit und Expertise: Sichere ab, dass die Inhalte vertrauenerweckend präsentiert werden, mit klaren Quellenangaben und Nachweisen der Fachkompetenz.
◻︎ Zuverlässigkeit der Quelle: Deine Website sollte eine verlässliche und anerkannte Quelle für das behandelte Thema sein.
◻︎ Fehlerfreiheit: Überprüfe Inhalte auf sachliche Richtigkeit und vermeide offensichtliche Fehler.
◻︎ Nutzerzentrierte Gestaltung: Bestätige, dass die Seite hohen Nutzerkomfort bietet, also ansprechend gestaltet und gut lesbar ist. Das wirkt sich positiv auf die Nutzersignale aus, die von Google gemessen werden.
◻︎ Angemessene Nutzung von SEO: Verwende SEO-Techniken sinnvoll, um die Auffindbarkeit deiner Inhalte zu unterstützen, ohne die Inhaltsqualität zu beeinträchtigen. Übertreibe es mit den Optimierungen nicht, denn das sieht schnell nach Spam aus.
◻︎ E‑E‑A‑T-Kriterien berücksichtigen: Achte auf die Aspekte Erfahrung, Expertise, Autorität und Trust, besonders bei sensiblen Themen aus den Bereichen Finanzen und Gesundheit. Hier legt Google besonders hohe Maßstäbe an die Qualität und Verlässlichkeit der Inhalte an (oder behauptet das zumindest). Solche Themen von KI beantworten zu lassen wäre für Google sehr riskant.
Google gibt in seinen Richtlinien außerdem Hinweise darüber, wie Content erstellt werden sollte. Dabei sollte man sich vor allem folgende W-Fragen stellen, um das zu bieten, was die Suchsysteme von Google belohnen.
Wer (hat den Inhalt erstellt)?
◻︎ Offenlegung der Autoren: Stelle sicher, dass für deine Besucher klar ist, wer die Inhalte erstellt hat und verlinke zu detaillierten Informationen über die Autoren, einschließlich ihres Hintergrunds und ihrer Expertise.
◻︎ Transparenz der Quellen: Durch die Offenlegung von Quellenangaben, untermauerst du die Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit (E-E-A-T) deiner Inhalte. Schreibe nur über Themen, für die du Experte bist und veröffentliche keine unbelegten Behauptungen.
Wie (wurde der Inhalt erstellt)?
◻︎ Transparenz des Erstellungsprozesses: Informiere Leser darüber, wie deine Inhalte erstellt wurden, besonders wenn Automatisierung oder KI eine Rolle spielen. Allerdings raten wir davon ab, Texte von KI schreiben zu lassen. Nur professionelle Texter können die Qualität von Texten bewerten und professionelle Grafiker können die Qualität von Grafiken bewerten.
◻︎ Details bei Rezensionen: Bei Produktrezensionen, gib Einzelheiten zu den getesteten Produkten, Testverfahren und Ergebnissen an. Fotos und Beweise der Tests steigern das Vertrauen in die Authentizität deiner Bewertungen.
Warum (wurde der Inhalt erstellt)?
◻︎ Ziel und Nutzen der Inhalte: Reflektiere das primäre Ziel deiner Inhalte. Der Hauptzweck sollte sein, Nutzern zu helfen und ihnen nützliche Informationen zu bieten. Nur solche Inhalte haben heute noch eine Chance auf gute Rankings und nachhaltige Reichweite.
◻︎ Vermeidung von Manipulation: Inhalte sollten nicht hauptsächlich zum Zweck der Suchmaschinenoptimierung oder zur Manipulation von Suchrankings erstellt werden. Vermeide insbesondere die Erstellung von massenhaften Inhalten mittels Automatisierung oder KI für diesen Zweck, da dies gegen Googles Richtlinien verstößt.
Welche Inhalte sind im KI-Zeitalter für Suchmaschinen überhaupt noch relevant?
KI-Modelle wie ChatGPT verfügen über enormes Allgemeinwissen und beantworten immer mehr Fragen ohne auf eine Webseite zu verweisen. Wer also einfach nur allgemein bekannte Fakten zusammenfasst, liefert wenig Mehrwert – Google & Co. erkennen das. Doch wo KI an ihre Grenzen stößt, entsteht die Chance für wirklich relevante Inhalte:
✅ Eigene Erfahrungen & Expertenwissen – KI kann keine persönlichen Erlebnisse oder Fachkenntnisse aus erster Hand liefern. Praxisnahe Insights und Anleitungen sind heute wertvoller denn je.
✅ Exklusive Daten & Studien – Selbst erhobene Daten, Marktforschungen oder detaillierte Fallstudien sind einzigartig und nicht einfach reproduzierbar. Zudem empfiehlt man sich dann auch als relevante Quelle für KI-Suchmaschinen.
✅ Meinungen & Analysen – KI kann Muster erkennen, aber keine fundierten Standpunkte entwickeln. Klare Positionierungen und tiefgehende Analysen bleiben menschliche Stärken.
✅ Aktuelle Entwicklungen & Nischenwissen – KI ist auf vergangene Daten trainiert und oft nicht auf dem neuesten Stand. Wer Branchennews oder hochspezialisierte Themen abdeckt, bietet echten Mehrwert.
Nur wer seine eigene Perspektive einbringt, wird künftig noch gefunden.
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